GroßgolternGrundlage für die Ahnen- oder Familienforschung bis zum 30. September 1874 ist das Kirchenbuch. Es setzte sich nur allmählich und zunächst in der evangelischen und danach in der römisch-katholischen Kirche durch. Im Bereich der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers wurde es bis zum 30-Jährigen Krieg nur in 76 Gemeinden geführt. Erst gegen Ende des 30-Jährigen Krieges und in den ersten Jahrzehnten danach wurde es üblich. Zur Pflicht wurde es erst um 1749. Seidem sind nicht nur die Amtshandlungen verzeichnet, sondern auch Personenstandsangaben. Neben Taufe und Begräbnis sind nun auch Geburts- und Todestag vermerkt. Außer den Verzeichnissen der Getauften, Getrauten und Begrabenen gibt es oft Eintragungen über familien-, orts- und weltgeschichtliche Ereignisse, wie z.B. die Brandschatzung des Kirchturms durch den kaiserlichen Feldherrn Tilly am 30. Oktober 1625.

Vom Kirchspiel Großgoltern, das auch die Ortschaften Nordgoltern und Eckerde umfasst, sind an Kirchenbüchern vorhanden:
Die Kirchenbücher liegen als Microfiche im Kirchenbuchamt Hannover vor.
Das Taufregister und das Trauregister von 1725 bis 1826, das Verzeichnis der Konfirmierten von 1756 bis 1801 und das Begräbnisregister von 1725 bis 1827 sind zwischen 1984 und 1988 von Karl Blume aus Nordgoltern transkribiert worden, d.h. von den teils schwer lesbaren Handschriften der Kirchenbücher mit der Schreibmaschine abgeschrieben worden.
Friedrich Schasse aus Großgoltern hat die Einträge aus den Tauf-, Trau- und Begräbnisregistern in einer Datenbank erfasst und 1998 veröffentlicht. Das Werk umfasst einen Indexband, der Taufregister, Trauregister nach Männern, Trauregister nach Frauen und Begräbnisregister in der Reihenfolge der Familiennamen enthält. Anhand der Registernummern aus Seite und laufender Nummer lassen sich die eigentlichen Einträge sowohl in den Microfiches als auch in dem Werk selbst leicht auffinden. Die Bände von Karl Blume sind in das Werk integriert.
Vom Werk von Friedrich Schasse existieren zurzeit drei Exemplare, von denen jeweils eines bei der Kirchengemeinde, im Landeskirchlichen Archiv und beim Autor selbst aufbewahrt werden. Dem Exemplar im Landeskirchlichen Archiv fehlt der Band Trauregister 1725-1826.
Friedrich Schasse arbeitet an einer Verdichtung der gespeicherten Daten zu einem Familienbuch. Darin werden die Daten der Eltern mit den jeweiligen Kindern zusammen aufgeführt. Ein Termin für die Fertigstellung kann noch nicht genannt werden.
Hier finden Sie die Listen der Namen, die in den Kirchenbüchern vorkommen:
Wenn Sie etwas über Ihre Vorfahren im Kirchspiel Großgoltern erfahren möchten, Sie aber die genannten Quellen (noch) nicht eigenständig benutzen können oder möchten, empfehle ich Ihnen die Kontaktaufnahme mit Herrn Wolfgang Ewig aus Barsinghausen. Er hat die Kirchenbücher des Kirchspiels Großgoltern abgeschrieben und nimmt ihren Forschungsauftrag gern entgegen. Gelegentlich hält er auch Seminare, in denen Sie das nötige Handwerkszeug selbst erlernen können.
Wolfgang W. Ewig
Steinweg 22
30890 Barsinghausen
Tel. (0 51 05) 6 29 16
Fax (0 51 05) 60 06 98
Email: ewig1@t-online.de
Homepage: http://home.t-online.de/home/ewig1/
Wenn Sie selbständig Familienforschung betreiben möchten, könnte die Mitgliedschaft in einem familienkundlichen Verein nützliche Kontakte bringen. Einer dieser Vereine ist der Niedersächsische Landesverein für Familienkunde e.V.
Ergebnisse meiner eigenen Familienforschung, die nicht nur Großgoltern betrifft, aber eben auch andere großgolterner Familien als die Rehren, finden Sie auf Familienforschung Rehren.
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