Verb "rehren"

Überrascht habe ich festgestellt, dass es auch ein Verb (Tätigkeitswort) "rehren" gibt. Insgesamt bin ich aber auch nur auf fünf Quellen gestoßen:

  1. In "Selbst tun, selbst haben", einer Sage des Vorarlbergs, klemmt sich ein weibliches Wesen die Hand zwischen gespaltenem Holz, worauf "sie überlaut zu rehren" anfängt.
    Quelle: Die Sagen des Vorarlbergs. Mit Beiträgen aus Liechtenstein, Franz Josef Vonbun, Nr. 200, Seite 150, http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/vorarlberg/vonbun/selbsttunselbsthaben.html
  2. Der Kleine Seffcheque, steirisches Wörterbuch, kennt das Wort "rehren" und interpretiert es als "weinen, raunzen".
  3. Elfriede Jelinek benutzt dieses Wort in "Burgtheater", einer Posse mit Gesang, in dessen zweitem Teil, der kurz vor der Befreiung Wiens durch die Rote Armee spielt. Hier ist es ein Zwerg mit dem Worten:

    Ich verliere hier meine Zeit mit Ihnen. Seit Wochen bereits belästigen mich ehemalige Kollegen des Burgtheaters, ich sull sogen, ich bin in eahnare Kölla gehuckt. Flennen tans! Rehren! Rehren! Platzen! Nur die Allerbleedesten von eahnen sind nicht in der glücklichen Loge, einen Reschimgegner ihr eigen nennen zu dirfen. De werden donn dawischt wern.

    Das Stück ist 1985 in Bonn uraufgeführt worden.
    Quelle: http://ourworld.compuserve.com/homepages/elfriede/Fburgth2.HTM
  4. Der mecklenburgische Dichter Fritz Reuter aus Stavenhagen verwendet das Wort in seinen 1855 veröffentlichten Polterabend-Gedichten, nämlich in Es ist niederdeutsche Mundart, könnte aber meines Erachtens ebenfalls im steyrischen Sinne "weinen, raunzen" bedeuten, aber auch ein wie auch immer gefärbtes "reden" bedeuten.
  5. Das Dorf Volkerzen kennt das Verb rehren im Sinne von bereit machen. [Quelle]

Ich bin gespannt, ob einer der geneigten Leser noch mehr beitragen kann, und freue mich auf Email.

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